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»Judenhäuser« im Nationalsozialismus: Eine Soziologie der Zwangsgemeinschaft
Coles
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»Judenhäuser« im Nationalsozialismus: Eine Soziologie der Zwangsgemeinschaft in Vernon, BC
Current price: $77.99

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Size: Kobo eBook
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Die »Judenhäuser« standen mitten in den Städten und sind heute doch kaum im kollektiven Gedächtnis verankert. Als soziologische Lebensweltstudie angelegt, verbindet diese Studie historische Quellenarbeit mit der Analyse sozialer Ordnungen und beleuchtet einen langen übersehenen Ort der NS-Verfolgung. Elisabeth Pönisch zeigt, wie kommunale Verwaltungen ab 1939 Jüdinnen und Juden aus ihren Wohnungen drängten, um sie in Häusern in den Städten zu konzentrieren und wie die Betroffenen dieses erzwungene Zusammenleben empfanden. Auf Basis von Verwaltungsakten, Tagebüchern, Briefen und Oral-History-Interviews rekonstruiert das Buch im ersten Teil die Entstehung und Organisation dieser Zwangswohnform in München, Hamburg, Dresden und Leipzig. Der zweite Teil macht verschiedene Aspekte des Lebens (Alltag, Beziehungen, Konflikte und Überlebenspraktiken) aus der Binnenperspektive der Bewohnerinnen und Bewohner sichtbar. Der dritte Teil arbeitet heraus, dass das »Judenhaus« weder Ghetto noch Lager, sondern eine Zwangsgemeinschaft eigener Art war, die räumlich verdichtet, nach außen offen und nach innen von Kontrolle, Mangel und Unsicherheit geprägt war. Dabei entwickelt das Buch Bausteine einer Soziologie der Zwangsgemeinschaft, die das »Judenhaus« als spezifische soziale Form zwischen Privatheit und Kontrolle, Nachbarschaft und Gewalt beschreibt.
Die »Judenhäuser« standen mitten in den Städten und sind heute doch kaum im kollektiven Gedächtnis verankert. Als soziologische Lebensweltstudie angelegt, verbindet diese Studie historische Quellenarbeit mit der Analyse sozialer Ordnungen und beleuchtet einen langen übersehenen Ort der NS-Verfolgung. Elisabeth Pönisch zeigt, wie kommunale Verwaltungen ab 1939 Jüdinnen und Juden aus ihren Wohnungen drängten, um sie in Häusern in den Städten zu konzentrieren und wie die Betroffenen dieses erzwungene Zusammenleben empfanden. Auf Basis von Verwaltungsakten, Tagebüchern, Briefen und Oral-History-Interviews rekonstruiert das Buch im ersten Teil die Entstehung und Organisation dieser Zwangswohnform in München, Hamburg, Dresden und Leipzig. Der zweite Teil macht verschiedene Aspekte des Lebens (Alltag, Beziehungen, Konflikte und Überlebenspraktiken) aus der Binnenperspektive der Bewohnerinnen und Bewohner sichtbar. Der dritte Teil arbeitet heraus, dass das »Judenhaus« weder Ghetto noch Lager, sondern eine Zwangsgemeinschaft eigener Art war, die räumlich verdichtet, nach außen offen und nach innen von Kontrolle, Mangel und Unsicherheit geprägt war. Dabei entwickelt das Buch Bausteine einer Soziologie der Zwangsgemeinschaft, die das »Judenhaus« als spezifische soziale Form zwischen Privatheit und Kontrolle, Nachbarschaft und Gewalt beschreibt.


















