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Die Zeit der Knetmaschine: Mein Leben in der DDR

Die Zeit der Knetmaschine: Mein Leben in der DDR in Vernon, BC

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In unserem Haus gab es eine Bäckerei. Bereits als kleiner Junge war ich oft bei Bäckermeister Max in der Backstube und durfte dem Treiben zuschauen. Besonders gern sah ich es, wenn er die Knetmaschine anschaltete. Ohne Rücksicht wurden dabei Mehl, Milch, Salz und Hefe durcheinandergewirbelt. Manchmal schwappte durch die heftigen Drehbewegungen ein wenig über den Rand der großen Maschinenschüssel hinaus und versuchte zu entkommen. Doch fast der gesamte Inhalt musste sich das Herumwirbeln und Kneten gefallen lassen. Erst wenn Meister Max den Stecker zog, kehrte Ruhe ein. Dann durfte ich vom Teig auch schon mal naschen. Ich besuche im Buch Max mehrmals in seiner Backstube, bis es ihn und die Backstube nicht mehr gibt! Das Leben in der DDR war wie das Kneten in jener Bäckereimaschine. Entkommen konntest du der Schüssel kaum. Ich beschreibe mein Leben in dieser Knetmaschine bis die Stecker gezogen wurden und der Teig in eine neue Form gegossen wurde. Ich würde mich nicht mehr als Nachkriegskind bezeichnen wollen. Dennoch waren die fünfziger Jahre in der DDR noch vom verlorenen Krieg geprägt. Es ist erstaunlich, wie es die Menschen in dieser Zeit geschafft haben, damit fertig zu werden. Fast alles wurde per Hand erledigt. Vom Kohlen mit dem Handwagen besorgen, bis zum Wäsche waschen im Waschhaus. Vom Familienbadetag in der Küche bis zum Gang in die Kaltmangel. Und alles bei einer Sechs-Tage-Arbeitswoche! Ich selbst hatte mich täglich durch Erfüllung von Aufgaben einzubringen. Jeder musste das, damit der Familienbetrieb nicht ins Stocken geriet. Erst im Laufe der sechziger und siebziger Jahre gab es allmählich Erleichterungen im Alltag. Aber schon waren neue Hürden zu überspringen. Der Sozialismus griff überall ein und kontrollierte jede Bewegung. Ich versuche, in diesem Buch mein Leben in der DDR zu beschreiben. Das Leben des kleinen Mannes in dieser Gesellschaftsordnung. Alle, die ich im Buch erwähne, haben es sich verdient. Immer waren helfende Hände da. Wo wir etwas leisten konnten, haben auch wir zugegriffen. Dafür bleibe ich immer sehr dankbar.
In unserem Haus gab es eine Bäckerei. Bereits als kleiner Junge war ich oft bei Bäckermeister Max in der Backstube und durfte dem Treiben zuschauen. Besonders gern sah ich es, wenn er die Knetmaschine anschaltete. Ohne Rücksicht wurden dabei Mehl, Milch, Salz und Hefe durcheinandergewirbelt. Manchmal schwappte durch die heftigen Drehbewegungen ein wenig über den Rand der großen Maschinenschüssel hinaus und versuchte zu entkommen. Doch fast der gesamte Inhalt musste sich das Herumwirbeln und Kneten gefallen lassen. Erst wenn Meister Max den Stecker zog, kehrte Ruhe ein. Dann durfte ich vom Teig auch schon mal naschen. Ich besuche im Buch Max mehrmals in seiner Backstube, bis es ihn und die Backstube nicht mehr gibt! Das Leben in der DDR war wie das Kneten in jener Bäckereimaschine. Entkommen konntest du der Schüssel kaum. Ich beschreibe mein Leben in dieser Knetmaschine bis die Stecker gezogen wurden und der Teig in eine neue Form gegossen wurde. Ich würde mich nicht mehr als Nachkriegskind bezeichnen wollen. Dennoch waren die fünfziger Jahre in der DDR noch vom verlorenen Krieg geprägt. Es ist erstaunlich, wie es die Menschen in dieser Zeit geschafft haben, damit fertig zu werden. Fast alles wurde per Hand erledigt. Vom Kohlen mit dem Handwagen besorgen, bis zum Wäsche waschen im Waschhaus. Vom Familienbadetag in der Küche bis zum Gang in die Kaltmangel. Und alles bei einer Sechs-Tage-Arbeitswoche! Ich selbst hatte mich täglich durch Erfüllung von Aufgaben einzubringen. Jeder musste das, damit der Familienbetrieb nicht ins Stocken geriet. Erst im Laufe der sechziger und siebziger Jahre gab es allmählich Erleichterungen im Alltag. Aber schon waren neue Hürden zu überspringen. Der Sozialismus griff überall ein und kontrollierte jede Bewegung. Ich versuche, in diesem Buch mein Leben in der DDR zu beschreiben. Das Leben des kleinen Mannes in dieser Gesellschaftsordnung. Alle, die ich im Buch erwähne, haben es sich verdient. Immer waren helfende Hände da. Wo wir etwas leisten konnten, haben auch wir zugegriffen. Dafür bleibe ich immer sehr dankbar.

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