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Coles Am Volk vorbei: Zur Krise der liberalen Demokratie at Village Green Shopping Centre in Vernon, BC
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Alle reden von der Demokratie und ihrer Krise. Aber was meinen wir eigentlich, wenn wir von der Demokratie sprechen? Offenbar gibt es keinen Konsens in der Frage, was sie eigentlich sei und wie sie beschaffen sein müsse, um die Erwartungen derjenigen zu erfüllen, die ihren Verfall beklagen. Jörg Baberowski erzählt eine andere Geschichte der Demokratie. Eine, die hinter die Kulissen blickt und Illusionen offenlegt. Dazu gehört die Erkenntnis, dass alle Beziehungen zwischen Menschen von Macht durchzogen sind, auch in der Demokratie. Und die Tatsache, dass das Volk zwar der Souverän sein soll, sich aber nicht selbst regieren kann, also repräsentiert werden muss. Überall müssen diejenigen, die sich auf das Volk berufen, dem kritischen Blick derer standhalten, die sie zu vertreten vorgeben. Im Modell der Repräsentation ist der Populismus daher als Möglichkeit immer schon enthalten. Anstatt den Widerspruch von unten als unanständige Regung des «Pöbels» zu sehen, sollte man sich an die größte Stärke der Demokratie erinnern: dass sie es erlaubt, auch im Streit mit anderen im Einklang zu sein. Gegner sollten nicht zu unerbittlichen Feinden werden, die Demokratie sollte unbequemen Meinungen deshalb einen Raum zu ihrer Entfaltung geben. Denn stets kann der Verlierer von heute der Gewinner von morgen sein. Dieses Buch ist daher ein Versuch, es allen und keinem Recht zu machen und den Streit als das zu erweisen, was er ist: der eigentliche Kern der Demokratie.
Alle reden von der Demokratie und ihrer Krise. Aber was meinen wir eigentlich, wenn wir von der Demokratie sprechen? Offenbar gibt es keinen Konsens in der Frage, was sie eigentlich sei und wie sie beschaffen sein müsse, um die Erwartungen derjenigen zu erfüllen, die ihren Verfall beklagen. Jörg Baberowski erzählt eine andere Geschichte der Demokratie. Eine, die hinter die Kulissen blickt und Illusionen offenlegt. Dazu gehört die Erkenntnis, dass alle Beziehungen zwischen Menschen von Macht durchzogen sind, auch in der Demokratie. Und die Tatsache, dass das Volk zwar der Souverän sein soll, sich aber nicht selbst regieren kann, also repräsentiert werden muss. Überall müssen diejenigen, die sich auf das Volk berufen, dem kritischen Blick derer standhalten, die sie zu vertreten vorgeben. Im Modell der Repräsentation ist der Populismus daher als Möglichkeit immer schon enthalten. Anstatt den Widerspruch von unten als unanständige Regung des «Pöbels» zu sehen, sollte man sich an die größte Stärke der Demokratie erinnern: dass sie es erlaubt, auch im Streit mit anderen im Einklang zu sein. Gegner sollten nicht zu unerbittlichen Feinden werden, die Demokratie sollte unbequemen Meinungen deshalb einen Raum zu ihrer Entfaltung geben. Denn stets kann der Verlierer von heute der Gewinner von morgen sein. Dieses Buch ist daher ein Versuch, es allen und keinem Recht zu machen und den Streit als das zu erweisen, was er ist: der eigentliche Kern der Demokratie.
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